Home Office

Herausforderungen der digitalen Kommunikation: das Home Office

Die Auswirkungen von Corona stellt die Arbeitswelt disruptiv vor neue Herausforderungen und verlangt von ihr, sich mehr mit sich selbst und ihren Prozessen auseinanderzusetzen. Das alltägliche Miteinander im Büro wird auf den Prüfstand gestellt und nachgefragt, wie notwendig denn noch die Daueranwesenheit aller Mitarbeiter in einer vernetzten Zeit ist. Die Antwort: aufgabenbedingt wohl nicht mehr bei jedem und sprechen wir hier von – nicht mehr jedem – ist eine hohe Anzahl an Beschäftigten in Deutschland gemeint. Doch was dann?

Gerade der nächste Schritt stellt viele Unternehmen vor ungeahnte Herausforderungen. Denn trotz aller vorhandenen Möglichkeiten sind es immer noch Menschen, die diesen Prozess anstoßen und schlussendlich tragen sollen. Technologie hat Kommunikation einfacher, aber auch herausfordernder gemacht.

Bei was wir im Home Office am meisten straucheln

Und da saßen wir nun alle – Zuhause. Vorbereitet, unvorbereitet. Selbst Unternehmen, die schon seit Jahren intern Kommunikationsplattformen benutzen und ihre Prozesse komplett digital abbilden, standen plötzlich vor der Frage: Und wie kommunizieren wir jetzt effektiv, wenn wir uns gar nicht mehr sehen bzw. einfach über den Weg laufen?
Jeder Arbeitsbereich hatte mit anderen Problemen zu kämpfen und die Internetverbindung stellte dabei nicht das größte Problem dar.

Kommunikation

Wie auch in der direkten Kommunikation hat jeder eine individuelle Weise, wie er digital kommuniziert oder kommunizieren möchte. Doch was essentiell der digitalen Kommunikation abhanden kommt, ist der Ton der Stimme, sowie der Gesichtsausdruck. Die Interpretation einer Nachricht hat mehr Spielraum, als manchmal gut ist und die Verfügbarkeit, die zwar meistens durch eine Online-Anzeige abgefedert wird, spiegelt auch nicht immer die Konzentration des Gegenübers auf das anstehende Thema wider.

Was passierte? Ein Videocall nach dem anderen wurde geplant, das Telefon klingelte in der ersten Zeit ununterbrochen. Bis wir irgendwann die Sicherheit hatten, auch zwei Team-Meetings am Tag verfehlen ihren Zweck, wenn wir die Aufgaben nicht digitalisieren und in Teilen nachverfolgen können, was unser Team gerade tut. Sowie das jede individuelle Frage auch beantwortet werden kann, wenn man einfach mal in die Tastatur tippt und nachhakt. Abgelegt werden sollte die falsche Scheu vor dem Nachfragen und der Antwort – einfach mal beiseite schieben. Flurgespräche funktionieren übrigens auch mit einem kurzen Telefonanruf. Und wo wir schon beim Flurgespräch sind, bleiben wir doch dort.

Information

Weg sind die kurzen Gespräche auf dem Gang, die zugerufene Information über den Bildschirm hinweg, die Nachricht, die im Büroraum durch die Luft schwirrt und irgendwie hängen bleibt, obwohl man nicht der primäre Empfänger war. Kleine Informationen, die Arbeitsabläufe voranbringen, sie beschleunigen. Jetzt stecken sie fest am Küchentisch, am Schreibtisch der Tochter, am provisorischen Arbeitsplatz im Keller.

Das muss jedoch nicht sein. Wir haben Möglichkeiten. Die passende Möglichkeit zu finden, das ist die Herausforderung. Und zu aller erst zu klären: Welche Informationen brauchen wir? Wer braucht welche Informationen? Wo sollen sie stehen? Wie lange brauchen wir die Informationen überhaupt? Und dann geht es ans ausprobieren. Denn es ist noch keine gute Lösung ohne ein bisschen Schweiß und Tränen vom Himmel gefallen.

Was wir daraus gelernt haben

Mach das Home Office zu einer Wahl und nicht zu einer gezwungenen Entscheidung. Kommunikation und der Austausch von Information, sowie ihre Auffindbarkeit funktionieren nicht mehr auf die allseits bekannte Art und Weise. Dafür gibt es aber genügend neue Möglichkeiten, um einen anderen Weg für Kommunikation und den Austausch von Informationen zu finden.